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hunderte dokumentierter Fälle...ein Projekt (01.12.2017 15:44:42)

Vor einigen Wochen erreichten mich  Hilferufe aus verschiedenen Bergregionen des Landes. Die Menschen leben dort noch  traditionell. 

Ich kann es jetzt nur andeuten, aber es gibt hunderte von Fällen, in denen Kriegswitwen aus Libyen heiraten oder auch verheiratet werden (mal ohne Kinder mal mit) . Viele davon sind unglücklich, einige werden sehr schlecht behandelt, in anderen Fällen die Kinder...manche Frauen sind sehr jung, die Männer hingegen aber oft im Alter eines Großvaters...andere Männer haben bis zu 4 Ehefrauen, wobei die Witwen wie Dienstboten gehalten werden. Es gibt auch Fälle ( deutlich weniger allerdings) in denen die Männer, die diese Frauen geheiratet haben um sie zu schützen und zu unterstützen von den Frauen ausgenutzt werden. Scheidungen sind  in diesen Regionen ein schwieriges Thema. Oft sind die Familien der Frauen aufgrund der schweren Situation im Land nicht in der Lage den Frauen zu helfen, besonders wenn sie auch noch Kinder haben. In diesen Gegenden ist es nicht leicht für eine Witwe sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, in manchen Orten zeigt man mit dem Finger auf sie und sie kommt ins Gerede nur weil sie allein auf der Straße läuft, auch das sind Gründe, warum einige Frauen solch eine "Notehe" eingehen, sie wollen dem Ruf der Familie nicht schaden, Alternativen gibt es momentan nicht für sie ....es gibt viele traditionelle aber auch religiöse Punkte zu beachten und ein Projekt zu planen erfordert viel Feingefühl. 

Wir planen bereits ein Projekt (Aufklärungsbüros, finanzielle Hilfen, Wohnheime evtl. auch in Nachbarländern usw.), Gelder werden gesammelt, ein Immobilienerwerb steht bevor.
 
Ich habe eine wunderbare Kollegin die aus den Bergregionen stammt und eng mit mir zusammen arbeitet. Es wird eines der wichtigsten Projekte der Organisation sein und mir liegt es besonders am Herzen.
 
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Sklaverei, Zwangsprostitution, Ausbeutung (27.11.2017 09:02:48)

29.11.2017

"Auch auf dem EU-Afrika-Gipfel, der am Mittwoch und Donnerstag in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, stattfindet, soll das brisante Thema zur Sprache kommen. Gastgeber Alassane Ouattara, der Präsident des westafrikanischen Landes, erklärte, er empfinde "Ekel und Abscheu" über die Vorfälle in Libyen. Die Verantwortlichen müssten vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden. Er werde die Sklaverei in der Runde der 80 Regierungschefs aus Afrika und Europa zum Thema machen, so Ouattara."

(Berliner Morgenpost)

 

 

Alassane Ouattara empfindet aber keinen Ekel und Abscheu wenn beschriebenes den Migranten in Europa passiert und das seit Jahrzehnten schon...aber wenn von dort Finanzspritzen kommen, empfindet man vielleicht alles nur noch einseitig. Leid ist nicht weniger groß nur weil es geographisch in einer anderen Zone liegt...dieses Problem MUSS ÜBERALL bekämpft werden. Momentan werden diese Schlagzeilen dazu genutzt um von sich selbst und den untragbaren Zuständen vor der eigenen Haustür abzulenken. Solche Zustände sind,  besonders für eine "Demokratie" die ja vorbildlich sein soll, eine ganz schlechte Reklame.

27.11.2017

ich habe einige Tage überlegt wie ich mit den Schlagzeilen zu Libyen umgehen soll...es hat sogar Proteste in den Straßen europäischer Städte gegeben, was ja richtig und wichtig ist, aber....

ich habe mich entschlossen nicht mehr viel zu sagen, sondern werde einige Links zu Artikeln einfügen, die zeigen, das genau diese Probleme seit vielen Jahren in Europa selbst (nicht in unerheblichem Ausmaß in Deutschland und Italien) bestehen und das zum teil sehr schlimm mit Migrantinnen und Migranten umgegangen wird, ohne das es in diesen Tagen jemanden dort besonders interessiert was vor der eigenen Haustür stattfindet. Es scheint in Europa bereits zur Normalität zu gehören. Diese Probleme müssen überall gelöst werden. Es sind diese Länder, in denen diese Problematik oft seit 10,20 oder mehr Jahren besteht und die es bis heute nicht gelöst haben, die heute über die Lage in Libyen beraten...so etwas macht Sorgen... ich habe in diesen Tagen  niemanden auf der Straße demonstrieren sehen, der für die Menschen kämpft die jetzt in Europa, vor ihrer eigenen Haustür, durch diese Hölle gehen, das sollte uns zu denken geben.

http://www.deutschlandfunk.de/endstation-prostitution-junge-migrantinnen-in-italien.724.de.html?dram:article_id=399358

https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article11285252/Yamina-15-die-Geschichte-eines-Wegwerfmaedchens.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/article112888046/Der-Menschenhandel-blueht-die-Regierung-tut-nichts.html

https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article121004162/In-Deutschland-arbeiten-mehr-als-10-000-Sklaven.html

https://www.welt.de/vermischtes/article2069226/Milliardengeschaeft-mit-Sexsklavinnen-boomt.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nigerianerinnen-werden-in-europa-zur-prostitution-gezwungen-15202045.html

http://www.zeit.de/2017/33/sueditalien-fluechtlinge-mafia-arbeiter-ausbeutung

http://www.deutschlandfunk.de/migranten-in-italien-die-neuen-sklaven-europas.1773.de.html?dram:article_id=389841

https://www.welt.de/politik/deutschland/article157889119/Fast-9000-Fluechtlingskinder-sind-spurlos-verschwunden.html

 

es gibt Hunderte Artikel...

noch etwas möchte ich sagen...

ich hoffe das den meisten Lesern bewusst ist, das sich die Population von Afrika bis 2050 verdoppeln wird, (2 Länder in denen die Population besonders stark ansteigen wird befinden sich an den Landesgrenzen zu Libyen, weitere in der Sahelzone, andere darunter) . Europa rechnet also in den nächsten Jahren bis zu 800 Millionen Migranten die aus verschiedenen Gründen ihre Heimatländer verlassen werden. Ich befürchte daher, das man die Pläne für Libyen bereits absehen kann (ein Land für mehrere 100 Millionen Flüchtlinge), schreibe dazu aber im nächsten Beitrag etwas.

Seit vielen Jahren werden zahlreiche afrikanische Länder vom Rest der Welt systematisch ausgebeutet. Wir alle sind schuld an den schlimmen Zuständen in den Heimatländern. Wir alle essen Schokolade (Kinderarbeit), wollen auf den Kaffee nicht verzichten, auch nicht auf unser Handy, für deren Herstellung Rohstoffe aus diesen Ländern benötigt werden und vieles vieles mehr. Wir alle tragen eine Schuld. Durch schlechte oder fehlende Aufklärung in Schule, durch Medien und Politik werden die Menschen absichtlich dumm gehalten...das ist schlimm oder bei den hohen Bevölkerungszahlen clever?! 

 "...Denn was ein Mensch sät, wird er auch ernten."
 

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Migranten in Libyen (22.11.2017 10:00:41)

22.11.2017

die Berichte der letzten Tage über Sklavenmärkte gehen durch alle Medien. Davor waren es die Lager in denen die Migranten leben...

Die libysche Bevölkerung ist bestürzt und verurteilt die geschilderten Vorfälle , sollten sie wahr sein.

(in der Vergangenheit tauchten mehrfach Videos in den Medien auf, die, deutlich sichtbar,  unter ausländischer Anleitung und manchmal nicht einmal in Libyen selbst gedreht wurden).

Es gibt eine Bilderkampagne zum Zusammenleben mit den Migranten in Libyen...einige Bilder davon siehe unten, Hausangestellte, Mitarbeiter , Freunde.... 

Sollte es diese Märkte geben, handelt es sich um Einzelfälle und darf keinesfalls in den Medien als Normalität in Libyen  abgetan werden. Immer wieder wird von schlechtem Gesundheitszustand der Migranten berichtet...ein großer Teil der libyschen Bevölkerung selbst hat schon lange keinen Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung, mit keiner Silbe wird das erwähnt das das Gesundheitssystem des Landes am Boden liegt.

auch ein Video gibt es

https://youtu.be/_v0J8xJOFuA

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hunderte dokumentierter Fälle (20.11.2017 11:38:09)

20.11.2017

 

Hunderte dokumentierter Fälle

 
wir haben gemeinsam mit einer Schwester aus einer der Bergregionen Libyens eine Reihe von Fällen dokumentiert über die man nicht schweigen sollte.
Es geht um die Kriegswitwen (viele davon mit Kindern) und ihrer Lebenssituation.
In diesen Regionen leben die Menschen in den Stammesgemeinschaften noch sehr traditionell. Uns haben zahlreiche Berichte von Frauen jeden alters erreicht, einer dramatischer als der andere.  Hunderte Fälle kamen so zusammen.
Das Grundgerüst eines dringend nötigen Projektes zur Aufklärung,  Unterstützung und zum Schutz dieser Frauen und ihrer Kinder entstand über Nacht.
 
Weitere Informationen dazu nur auf Anfrage über unser Kontaktformular oder direkt an unsere Emailadresse Ahrartarabulus@gmail.com
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Flüchtlingskrise (19.11.2017 12:58:57)

Seit mehreren Jahren wird immer wieder über die Schließung des Lagers Dadaab (Kenia) gesprochen.

Dieses Lager wurde  1991 vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) gegründet. Die Menschen sind dort  in 5 Lagern untergebracht. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Somalia, fast 90 Prozent dieser Menschen haben Angst  in ihr Heimatland zurückzukehren- (MSF-Umfrage).

 Es soll über 238,617 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende geben , andere Quellen gehen von bis zu 600.000 Menschen aus (vielleicht sind die Zahlen auch höher).

„Mit Drohungen und Datentricks senkt Kenia die Bewohnerzahl im weltweit größten Flüchtlingslager. Die komplette Schließung ist vorerst aufgeschoben“ – wie schon häufiger

Vizepräsident William Ruto (Kenia) sagt:

„Dadaab sei kein humanitärer Ort mehr, sondern ein Umschlagplatz des Waffenhandels und ein Islamisten-Hotspot, in dem "Terroristen trainiert und Anschläge geplant" werden. „

„Kann Kenia also einfach ein Lager schließen, in dem eine Viertelmillion Menschen leben? Unwahrscheinlich. Viele Bewohner sind schon in Dadaab geboren. Eine Rückkehr im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention müsste freiwillig geschehen. Mit einem "Push-Back", also Zurückschicken oder gar gewaltsamer Vertreibung, würde Kenia internationales Recht verletzten. Auch deshalb hat Kenia weder im Mai noch jetzt erklären können, wie genau eine Schließung Dadaabs gelingen soll.“ (Spiegel)

Flucht nach Europa nicht ausgeschlossen

Entwicklungsminister Müller sieht derzeit ebenfalls keine Alternative zu den Großlagern in Kenia. Im Gegenteil: „Wir müssen die Lebensbedingungen dort so verbessern, dass die Menschen bleiben und sich nicht auf den Weg nach Europa machen“, hatte er bei der Podiumsdiskussion im Tagesspiegel zur Flüchtlingskrise gesagt. Mit der Ankündigung der kenianischen Regierung, die Lager zu schließen, könnten sich nun doch viele der Flüchtlinge nach Europa wenden.

Eine Massenflucht ist aber wohl auszuschließen, denn nur wenige der Bewohner Dadaabs oder Kakumas verfügen über genug Geld, um Schlepper zu bezahlen, die sie zunächst nach Libyen oder Ägypten bringen und dann per Boot nach Italien(Tagesspiegel)

Sollte es zu einer Schließung kommen und damit rechne ich in der Zukunft, wird es eine gigantische Fluchtbewegung geben. Man wird über die libysche Küstenlinie versuchen Europa zu erreichen. Die Situation auf dem Mittelmeer (Rettungsschiffe die die Menschen aufnehmen und nach Europa bringen) spricht sich in ganz Afrika herum. Auch die Tatsache das beinahe täglich unbemerkt kleinere Boote mit Migranten europäische Küsten erreichen ist bekannt. Niemand wird diese Menschenmassen zurückhalten können.

Es ist schon lange im Gespräch das es Zentren zur Registrierung der Migranten in Libyen geben soll, große Lager…ich denke, Libyen könnte in einigen Jahren mehr Migranten haben als Staatsbürger. Ein Land mit knapp 6 Millionen Einwohnern und einer Fläche  beinahe 5 mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland bietet sich doch an…man bekommt es mit der Angst zu tun.

Als im März 2016 die Balkanroute für die Flüchtlinge geschlossen wurde nahmen beinahe zeitgleich mehrere Seenotrettungsschiffe ihre Arbeit im Mittelmeer auf. Dieses "Jetzt alle hier her Schild" wird bis heute hoch gehalten. Diese Tatsache sprach sich in windeseile herum, Hoffnungen für hunderttausende Menschen...aber auch Elend und Tod für viele. Das die libyschen Banken seit  fast dem selben Zeitpunkt, bis heute,  kein Bargeld mehr für die Bevölkerung zur Verfügung hat, halte ich nicht für einen Zufall.

RICHTIGE LÖSUNGEN MÜSSEN SCHNELLSTENS GEFUNDEN WERDEN, die Herkunftsländer der Migranten spielen dabei eine entscheidende Rolle

Die Flüchtlingskrise hat noch gar nicht richtig angefangen… (mehr lesen...)

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Kontaktgruppe zentrales Mittelmeer (14.11.2017 11:10:56)

14.11.2017

Ministerinnen und Minister aus 13 europäischen und afrikanischen Staaten haben in Bern Massnahmen zum Schutz von Flüchtlingen und Migranten in Libyen und auf der Migrationsroute nach Libyen erörtert. (12.11.) (s. Neue Züricher Zeitung)

"Zur Diskussion steht auch, international geführte Zentren zu eröffnen ,speziell für besonders verletzliche Flüchtlinge wie Kinder und ältere Menschen." (international geführte Zentren sehe ich kritisch, das es Einrichtungen für diesen Personenkreis braucht steht außer Frage)

besonders erfreulich finde ich folgendes

"Die Bemühungen beschränken sich aber nicht auf Libyen: Die gesamte Region wird einbezogen. "(Endlich)

"In den Transitländern auf der Migrationsroute sollen Asylstrukturen aufgebaut werden, die internationale Standards erfüllen (in Libyen schwierig).  Die freiwillige Rückkehr soll gefördert werden.  "

weiter heißt es  

"Zudem sind die IOM, das UNHCR und erstmals auch das IKRK eingebunden." 

schade ist, das nicht die Organisationen eingebunden sind, die im Gegensatz zu den oben genannten, einen größeren Überblick sowie Zugang zu Privatgefängnissen haben. (mehr lesen...)

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Verletzt (13.11.2017 20:02:39)

13.11.2017

einer unserer Schlichter ist bei seinen Bemühungen eine Waffenruhe  in Wershefana zu erwirken schwer verletzt worden. Soeben konnte von der Intensivstation verlegt werden.

Einzelheiten dazu veröffentliche ich morgen.  (mehr lesen...)

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