Aktuelles - unsere Arbeit / Blog

Human ist der Mensch, für den der Anblick fremden Unglücks unerträglich ist und der sich sozusagen
gezwungen sieht, dem Unglücklichen zu helfen.

-Voltaire-

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Aufgrund häufiger Nachfragen zum Flüchtlingsprojekt und Spendenmöglichkeiten haben wir im Impressum 
Informationen hinzugefügt 

 

19.09.2017

die harte Arbeit zahlt sich aus,  auch in Misurata machen sich die Menschen bereit zum friedlichen Protest am 25.09. , schön wäre ein Landesweiter Protest (zur Verbesserung der Lebenssituation/Liquidität/neue Regierung usw.), ob das zu erreichen ist wird sich zeigen.

vor wenigen Tagen drohte der Führer einer Miliz den Menschen Gewalt an, sollten Sie an friedlichen Protesten teilnehmen.
Wir haben nicht vor uns  einschüchtern lassen. Seit über einem Monat bereiten wir diese  Veranstaltung vor. 

15.09.2017

die Vorbereitungen für die Großveranstaltung am 25.09. in Tripolis gehen in die letzte Phase über....noch 10 Tage...

14.09.2017

an vielen Tagen, so auch heute, lese ich auf allen möglichen Plattformen von den schwersten Verbrechen an Migranten in Libyen. Jeder gesunde Mensch wird sich darüber mehr als empören. Ich kontaktiere seit über einem Jahr regelmäßig Zeitungen, Journalisten sowie Organisationen die darüber schreiben und mit Betroffenen gesprochen haben wollen um zu ergründen, wo diese Einrichtungen sich befinden. In unserem Einsatzgebiet gibt es solche Vorfälle nicht!!!

Wir sind ganz klar in der Lage in Libyen mit aller Härte gegen so etwas vorzugehen und wir fühlen uns verpflichtet Menschen in Not zu helfen.

Wir haben bis heute nicht eine einzige Antwort auf unsere Anfragen erhalten, von niemandem. Verkaufen sich diese traurigen Geschichten so gut das eine Antwort nicht lohnt??? Was ist los mit dieser Welt? Diese Geschichten zu benutzen um selbst an Bekanntheit zu gewinnen ist schmutzig. Das sich nie jemand zurück meldet zeigt mir, das das Schicksal dieser Migranten denen die darüber schreiben vollkommen egal ist, es geht nur darum sich selbst in die Medien zu drängen und möglichst selbst noch Profit daraus zu schlagen. Ich weiß gar nicht wer die da die schlimmeren Verbrecher sind, für mich sind sie kaum besser als die Verbrecher in Libyen , die das mit Schutzlosen tun...IHR TRAGT EINE MITSCHULD....die nicht zu unterschätzen ist. In all den Monaten in denen ich versuche jemanden zu erreichen hätten wir schon einige Einrichtungen schließen können und damit vielen Menschen Leid erspart. Dieses  Verhalten unterstützt die Betreiber illegaler Einrichtungen, es  hilft Betroffenen nicht das die Standorte solcher Verbrechen bewusst verschwiegen werden, dafür aber Artikel über die Art der Verbrechen in der ganzen europäischen Presse erscheinen. Es sterben Menschen dort, jeder der diese Standorte verschweigt und nicht reagiert macht sich schuldig.

Ich fordere hiermit nochmals alle Kollegen sowie Journalisten dazu auf, Standorte bekannt zu geben und Helfern vor Ort  zu ermöglichen,  schnellstens Hilfe leisten zu können. WIR SIND IN DER LAGE VOR ORT ZU HELFEN , SOLCHE EINRICHTUNGEN ZU SCHLIEßEN, SOWIE DIE BETREIBER DEN BEHÖRDEN ZU ÜBERGEBEN.

#refugeecrisis #libya

07.09.2017

dieses Bild zeigt Menschen in Tripolis die vor einer der Banken warten um Geld zu bekommen. Sie stehen dort Tag und Nacht.

Kürzlich verstarb eine ältere Dame vor einer der Banken.
Größere Summen Bargeld bekommt man nicht. Für große Familien reicht das Geld zum überleben nicht, die Lebensmittelpreise sind seit Monaten stark gestiegen.
Kranke können wegen fehlender Medikamente im Land nicht behandelt werden, wohlhabende Familien können über ihr Geld nicht verfügen um sich in Nachbarländern behandeln zu lassen. 

Am 25.09. erwarten und unterstützen wir eine größere Protestbewegung.

18.08.2017

alle Medien berichten darüber das Seenotretter vor der libyschen Küste die Arbeit auf Eis gelegt haben.

Im Oktober/November  2016 kontaktierten wir sämtliche NGOs sowie die Bundesregierung und erklärten , wie eine Arbeit vor der Küste mit größt möglicher Sicherheit erfolgen kann. Was passiert wenn jeder "seie eigene Suppe kocht" haben wir vorausgesagt. Auch falsches Verhalten einiger NGOs hatten wir scharf verurteilt und vor möglichen Folgen gewarnt. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Ich sehe einmal mehr, das man auf der anderen Seite des Meeres die Lage unterschätzt hat, unsere Anschreiben hat man nicht ernst genommen, weder die NGOs noch die Bundesregierung.
Anstatt zusammen zu arbeiten in Libyen (was mehrfach angeboten und von der Regierung in Tripolis sogar ausdrücklich  gefordert wurde) und zu helfen werden Drohungen und Verurteilungen ausgesprochen...alles auf dem Rücken schutzloser Menschen die Hilfe brauchen. Sollte sich die Lage im Mittelmeer nicht entschärfen und die NGOs sich weiter taub stellen rechne ich mit ersten Toten in den Teams noch in diesem Jahr.

Kollegen, nehmt die Lage bitte ernst, diese "mir passiert das nicht" Einstellung ist hier unangebracht. Man hat gegenüber seinem Team eine Verantwortung.

17.08.2017

hier ein Link zu unserem letzten Interview 

http://www.huffingtonpost.de/maike-tekbali/europa-fluchtlingskrise-asyl_b_17773042.html?utm_hp_ref=germany

13.08.2017

Einige Seenotretter haben Ihre Hilfe vor der libyschen Küste eingestellt , darunter auch Ärzte ohne Grenzen (siehe Artikel)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-im-mittelmeer-hilfsorganisation-sea-eye-stoppt-rettungsmission-a-1162666.html 

manche drangen immer wieder in libysche Gewässer ein (ob bemerkt oder unbemerkt sei dahingestellt). Wir haben das stets genau beobachtet. Da es mehrfach zu Zwischenfällen bei Rettungsaktionen kam, schrieb ich damals die Bundesregierung sowie sämtliche Seenotretter an mit der Bitte, sich in Libyen offiziell zu registrieren um dort unter Schutz arbeiten zu können und auch libysche Gewässer befahren zu können um dort zu retten. Keine der Organisationen war daran interessiert. Insgesamt fiel uns auf, das die Kollegen nicht wissen mit wem sie es bei Zusammenstößen überhaupt zu tun haben,  an wen Sie sich wenden können usw.
Ohne Schutz und die Hilfe Ortskundiger empfehle ich keiner NGO dort tätig sein.
Es gab Vorfälle, wodurch sämtliche Kollegen durch unüberlegtes und unvernünftiges Verhalten in größte Gefahr gebracht wurden. Ich denke die Gefahr wurde vollkommen unterschätzt, Land , Leute und das System sind den Helfern vor Ort nicht bekannt. Die Nachrichten werden den europäischen Medien entnommen und sind oft nicht zutreffend.
 

Ich sage ganz offen das ich kein großer Freund der Seenotrettung bin. Sie sind ein Flüchtlingsmagnet und das kosten täglich viele Menschen das Leben, denn die wenigsten erreichen sie, die offiziellen Zahlen die man in den Zeitungen liest stimmen nicht und müssen deutlich nach oben korrigiert werden.

Es fehlt an sichern Landprojekten damit eine Fahrt aufs Meer keine Option mehr sein muss...die endgültige Lösung des Flüchtlingsproblems jedoch findet sich nicht in Libyen, sondern in den Herkunftsländern der Migranten...

Operation "Sophia" wird das sinnlose Sterben der Flüchtenden nicht beenden

"Die libysche Marine hatte am Mittwoch vergangener Woche erklärt, dass sich Schiffe von einer in ihrer Ausdehnung unbestimmten "Such-und Rettungszone" vor der Küste Libyens fernhalten sollten. Die Erklärung war dezidiert an Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gerichtet (siehe Migranten: Libyens Marine warnt NGOs)." ...zu lesen hier...

https://www.heise.de/tp/features/Libyen-NGOs-ziehen-Rettungsschiffe-vorlaeufig-zurueck-3798871.html

ganz wichtig zu wissen ist, das auch unsauberes Arbeiten einiger NGOs zu dieser Situation geführt hat, Piraterie zu unterstützen und Geschäfte mit  Schleppern zu machen (wie es hier mehrfach beobachtet wurde) sind schärfstens zu verurteilen        


es gab bereits vor fast einem Jahr eine Ansprache an die NGOs in der man ankündigte die Schiffe einzuziehen, sollten sie sich weiterhin in libysche Gewässer vorwagen. Die Registrierung in Libyen wurde angeraten.

 

04.08.2017

http://www.heute.de/militaereinsatz-gegen-schlepper-vor-libyen-italien-setzt-schiff-deutscher-retter-fest-47690288.html

viele Monate schreibe ich schon darüber das es viele Organisationen hier gibt die "unsauber" arbeiten...

22.07.2017


20:00

seit 40 Minuten liegt einer der stärksten Sandstürme über der Stadt die ich je erlebt habe, der Himmel ist dunkel, es brennt in den Augen, in der Lunge,  alles fliegt durch die Luft...es sind immer noch fast 40 Grad

20.07.2017

."BERLIN taz |

EU-Minister kritisieren NGOs

Private Seenotretter sind schuld

In der Flüchtlingskrise ist erneut scharfe Kritik an privaten Seenotrettern im Mittelmeer aufgeflammt. Einige Hilfsorganisationen würden direkt mit Schlepperbanden vor der libyschen Küste kooperieren, lautet der Vorwurf, der von einigen Außen- und Innenministern der EU erhoben wird."

das beobachten wir leider auch...einige NGOs versuchen nicht einmal das zu verstecken, sogar mit Piraten werden Geschäfte gemacht

der ganze Artikel hier:

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5427212&s=libyen/

 

 

17.07.2017

leider sind sämtliche Daten von 2011 bis Nov.2016  von dieser Homepage verschwunden...unter dem folgenden Link sind einige noch einmal zu finden

https://ahrartarabulus.jimdo.com/deutsch/aktuelles/

oder auf einer unserer Facebookseiten

https://www.facebook.com/منظمة-أحرار-طرابلس-للاغاثة-والتنمية-184616184951746

11.07.2017

der Krieg ist nach Tripolis zurück gekehrt. Die Krankenhäuser der Hauptstadt sind voll, Material und wichtige Medikamente sowie Ausrüstung fehlen.
Berichte in den Medien gibt es nicht, aber der Krieg ist hier, mit voller härte, ich sage es Euch.
Wir stehen in Kontakt mit Kämpfern an verschiedenen Orten der Stadt und haben so einen recht guten Überblick. Die Stromversorgung in der Stadt ist mal wieder für viele Stunden täglich unterbrochen, Telefonverbindungen instabil, es ist an die 40 Grad heiß, wir arbeiten seit Tagen durch.
 

07.07.2017

http://www.deutschlandfunk.de/bootsfluechtlinge-eu-fordert-von-ngos-kooperation-mit-libyen.1939.de.html?drn:news_id=765564

 

wir haben bereits vor über einem Jahr sämtlichen NGO s  die Zusammenarbeit sowie Schutz angeboten...niemand war interessiert.

Die bekannten Nachrichten von Übergriffen und Problemen dieser NGO s  bei der Arbeit in Libyen machen viele dieser Organisationen erst bekannt...und so nützt es ihnen vermutlich mehr weiter wie bisher zu arbeiten.
Würden Medien normale Berichte über diese wichtige Arbeit zeigen (und nicht nur dann, wenn es Tote gibt oder schlimmstes passiert), bekämen NGO s  die Aufmerksamkeit die sie verdienen und können dabei auch noch effektiver Hilfe leisten (mit maximal möglicher Sicherheit) als bisher...

 

01.07.2017

Wie viele bereits wissen sind wir auch politisch aktiv, ich selbst plane die Abläufe mit, halte mich aber ansonsten im Hintergrund. Es wird gerade eine Großveranstaltung (Mahnwache auf dem Platz der Märtyrer)  in Tripolis vorbereitet, die auf unbegrenzte Zeit abgehalten werden soll. 

 

 

 

 

21.06.2017

Den Medien in Europa kann man in diesen Tagen entnehmen das es wieder Tote im Mittelmeer gegeben haben soll, 120 Personen laut dem letzten Artikel.

In den ersten 30 Kilometern hinter den libyschen Gewässern wurden schon länger weder die italienische Marine, noch irgendwelche Seenotretter gesichtet, lediglich einige wenige libysche Fischerboote.

Wir haben Tausende Tote Flüchtlinge an den Küsten, es sind nicht ein paar Hundert , es sind Tausende Tote Menschen hier, Männer, Frauen und Kinder,  viele Menschen aus Libyen können das bezeugen, auf einer Strecke von knapp 2000 Kilometern leben sie entlang der Küstenlinie, dort werden die Körper angespült...und vermutlich werden die meisten vom Meer verschluckt. Europa hat seine eigenen Zahlen zur Flüchtlingskrise .

Man will von solchen Zahlen nichts hören,

ALLE im Mittelmeer aktiven Seenotretter wurden von uns in der Vergangenheit kontaktiert. Es ging um den Schutz Ihrer Ausrüstung und Mitarbeiter durch unsere Sicherheitskräfte (da es immer wieder zu Vorfällen mit der "Küstenwache" gekommen sein soll, nicht selten handelt es sich dabei um Piraten) sowie Einsätze in Libyschen Gewässern durch eine Registrierung im Land....keine einzige Organisation war daran interessiert. Wir arbeiten ehrenamtlich, es gab absolut keinen Nachteil und keine Gefahr, lediglich die Möglichkeit mehr Menschen retten zu können unter höchst möglichen Sicherheitsvorkehrungen für alle Beteiligten.

Nochmal sage ich es , eine Lösung gibt es nur in den Herkunftsländern, sichere Landprojekte in Libyen müssen unterstützt werden, Organisationen müssen zusammen arbeiten.

Uns wurde gesagt wir sollen Notfallnummern an die Flüchtlinge an den Ablegestellen verteilen die sie nutzen sollen, sollten sie in Seenot geraten, den meisten Flüchtlingen werden die Telefone jedoch beim Ablegen abgenommen...es klingt da fast wie ein schlechter Scherz...

 

26.05.2017

Erneut schwere Ausschreitungen in Tripolis, Explosionen sind in verschiedenen Teilen der Stadt zu hören, Rauchsäulen steigen über den Häusern auf...

Unsere Mitarbeiter stehen bereit um Verletzte zu bergen und zu versorgen.
 

14:00 Wohnhäuser von Raketen getroffen

16:00 mehr als 23 Tote bis jetzt

19:00 über 130 Verletzte....  schwere Gefechte dauern an...

in solch einer Stadt ist zwangsläufig beinahe jede Familie persönlich betroffen

21:00  im Büro arbeiten wir durch, im Minutentakt erreichen uns neue Einzelheiten aus den Kampfgebieten. 


 

19.04.2017

https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-krieg-101.html

die wirkliche Lage im Land ist sehr viel schlimmer als in dem Bericht dargestellt. Hinzufügen muss man noch, das es nicht selten internationale Hilfsorganisationen selbst sind, die die Medizinischen Güter auf den Schwarzmarkt bringen, für die "Hilfslieferungen" werden von Organisationen  teilweise Zahlungen in Millionenhöhe verlanget, wenn man überlegt das es sich um Spenden von Firmen usw. handelt ist es bedenklich, aber nicht anders, als in anderen Krisengebieten.

18.03.2017

17.03. "Hafter supporters fled Tripoli’s Martyrs’ Square tonight as militant gunman opened fire at the end of a day-long demonstration.  Afterwards the Presidency Council warned that the capital risked being dragged into a bloodbath."

""What's clear is that Western forces are helping Haftar coordinate air strikes in eastern Libya, which is where his base of control is. But the targets there aren't actually Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL, also known as ISIS)," Karim el Bar, the journalist who reported the story, told Al Jazeera.

"They [the targets] are his [Haftar's] political enemies - some of whom are Islamists, some of whom have other political affiliations ... he's undermining the government in Tripoli."

16.03.2017

21:00 

 

Konvoi mit zahlreichen Raketenwerfern auf dem Weg nach Tripolis. Vor einigen Wochen schrieb ich das man sich auf einen großen Angriff vorbereitet. Die Menschen beten...

 

16.03.2017  , 20:30

Die häßliche Fratze des Krieges zeigt sich in immer mehr Stadtteilen von Tripolis. Die Lage kann angespannter nicht sein. Alle Mitarbeiter sind auf den Beinen, das Büro arbeitet 24 Stunden, wir schlafen kaum. Verletzte und Tote....

15.03.2017

12:30

Rakete in unmittelbarer Nähe unseres Hauptquartiers in Tripolis eingeschlagen (Wohngebiet). Erwarte Einzelheiten. Mitarbeiter weiter im Einsatz. Wir arbeiten durch...

Lage äußerst angespannt. 

10:40

erste Opfer unter Zivilisten in Tripolis gemeldet! 

9:45

Berichte von schweren Explosionen nahe dem Rixos Hotel,  ununterbrochener Schusswechsel ist in der ganzen Stadt zu hören. Es ist sehr laut. Panzer in Wohngebieten... sämtliche Hauptstraßen blockiert...

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Schwerste Ausschreitungen seit langem in Tripolis. Auf dem Video unten sieht man die Anfänge davon, es hat sich im Laufe der Nacht verschlimmert. Ein Hotel würde beschädigt, wohl ein Krankenhaus, das Gebäude des TV Kanals al nabaa steht in Flammen. So wie es aussieht kämpfen nicht mehr nur Milizen sondern auch Anwohner.

Diese Bilder sind vom 15.03.  ca. 9:00 Tripolis

 

 

14.03.2017

 

Ras Lanuf wird zur Stunde durch Gen. Hafter bombardiert (gesichtete Kampfjets aber wahrscheinlich aus dem Ausland). Ebenfalls schwere Kämpfe in verschiedenen Teilen von Tripolis. Einige beschreiben die Szenen so :" Tripoli ist like a pan of Popcorn at the moment, booms and bangs spreading.

Für uns und unser Team bedeuten diese Umstände Arbeit rund um die Uhr unter sehr schweren Bedingungen, daher wird es auf der Homepage ruhiger sein.

 

 

 

 

 

 

15:40 Bodentruppen von Gen. Hafter haben Ras Lanuf erreicht, schwere Gefechte. Wir  stehen in ständigem Kontakt mit den Revolutionären vor Ort. Diese Entwicklungen sind äußerst besorgniserregend.

 

 

08.03.2017

Tote bei Unruhen in  Tripolis

 

 

07.03.2017

Während Milizen und Revolutionäre  immer weiter nach Benghazi vorrücken haben in der vergangenen Nacht Revolutionäre aus Derna Tobruks östliche Stadtgrenze erreicht.

Ein starker Sturm liegt über der Stadt, trotz Verriegelung springen die Fenster immer wieder auf.

 
Die Milizen drängen General  Hafters  Truppen immer weiter nach Osten. Ständig schließen sich weitere Milizen an. Nur noch 150 Km bis nach Benghazi. Wenn man die Söldner sieht die für General Hafter kämpfen fühlt man sich zurückversetzt ins Jahr 2011. 
 
Revolutionäre unseres Stammes haben, neben anderen, inzwischen die Kriegsgebiete erreicht.
 
 
05.03.2017

 

Sämtliche der Einheitsregierung getreuen Milizen haben an diesem Morgen das Kriegsgebiet erreicht. Erste Bilder sind bei uns angekommen. Wir stehen in ununterbrochenem Kontakt.

04.03.2017

Wie den Nachrichten zu entnehmen ist  haben vereinte Milizen wichtige Ölhäfen  zurückerobert. Die Kämpfe gegen General Hafter und seine Truppen weiten sich in diesen Regionen aus. Viele Menschen haben  sich den Milizen angeschlossen und sind auf dem Weg an die Frontlinie. Die Familien bleiben unter dem Schutz der zurückgebliebenen Gemeinschaft. Wir halten Kontakte zu allen Seiten aufrecht und sind mit unserem erfahrenen Team in der Lage schnell Hilfe leisten zu können falls nötig. In den letzten Jahren haben sich viele in den Kampf verabschiedet, zahlreiche sahen wir nie wieder. Besorgt beobachten wir die Entwicklungen rund um die Uhr.

 

24.02.2017

 

seit mehreren Tagen und Nächen zieht sich Gefechtslärm schwerer Waffen durch einige Teile von Tripolis. Wir stehen in engem Kontakt mit allen Mitarbeitern und Familienangehörigen, wir arbeiten durchgehend.

 

12.02.2017

Ich bin bei der Büroarbeit über einen alten Artikel (einer der wenigen aus Deutschland) gestolpert. Damals hätte niemand gedacht, das dieser Krieg so lange dauern wird. 

In dem folgenden Video sieht man, wie ernst die Lage in Tripolis ist. General Hafter ließ an mehreren Stellen der Stadt schwere Waffen in Position bringen. Die Verantwortlichen wurden durch Milizen festgenommen. Aus gegebenem Anlass haben wir die Evakuierungspläne für Tripolis und das Umland in den letzten Tagen überarbeitet. 

 

04.02.2017

 

"Um Menschen an der Flucht übers Mittelmeer zu hindern, haben die Regierungschefs in einem Zehn-Punkte-Plan unter anderem Verbesserungen der Auffanglager in Libyen beschlossen. Hilfsorganisationen reagieren bestürzt."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-treffen-auf-malta-zur-fluechtlingskrise-zehn-punkte-programm-beschlossen-a-1133050.html

seit vielen Monaten kommt es immer wieder zu schwersten Verbrechen an der libyschen Bevölkerung. Eine große Zahl davon durch General Hafter und seine Truppen aus dem Osten des Landes. Zahlreiche Kriegsverbrechen wurden dazu dokumentiert. Gegner werden verschleppt und ermordet, ihre Häuser zerstört, ihre Familien verfolgt, Ortschaften werden aus der Luft bombardiert mit der Behauptung Terroristen halten sich dort auf, über die fast ausschließlich zivilen Opfer (oft Frauen und Kinder) berichtet niemand.

JEDER der sich gegen General Hafter und seine "Politik" stellt und sein Vorgehen kritisiert wird als Terrorist gebrantmarkt. Kaum jemand traut sich noch offen zu sprechen aus berechtigter Sorge um seine Familie.

Hafters Feldzug gipfelte am 19. Januar 2017 in Benghazi in einer Gruppenvergewaltigung  durch seine Truppen. Das Opfer war ein erst 10 Jahre altes Mädchen. Die Männer seien halt betrunken gewesen hieß es in einer Stellungname der Truppe des Generals.

Ich denke das es zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwer ist Migranten in großer Zahl zu schützen , man ist nicht mal in der Lage die eigene Bevölkerung zu schützen, ausserdem fehlen wichtige grundlegende Voraussetzungen zum Schutz und zur Versorgung von Migranten.

Alle Länder auf der seit März 2016 geschlossenen Balkanroute haben die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet  (Mazedonien, Bulgarien, Serbien, Ungarn, Österreich) und legten damit  einen Grundstein in der Flüchtlingsproblematik.
Mit der Entscheidung diese Route zu schließen besiegelte man bewusst das Schicksal der Migranten, das ihnen nur dieser Weg bleiben wird, ist allen Beteiligten klar gewesen. 

Die Probleme sind nicht neu. Ein umdenken in Libyen (wo es bereits unter Gaddafi viele Jahrzehnte diese Problematik gab) sehe ich in den nächsten 20 Jahren nicht.  Die Lösung liegt in den Herkunftsländern der Migranten, NIRGENDWO SONST.
Egal wie viele Abkommen es geben wird, eine Umsetzung ist, meiner Meinung nach, nicht zu erwarten.

18.01.2017

wieder einmal ein großes Begräbnis, diesmal von 81 illegalen Einwanderern, sichere Einrichtungen an Land
hätten diesen Menschen das Leben retten können. Leider werden sichere Landprojekte (wie geschützte Wohnprojekte für Frauen und Kinder)  NICHT unterstützt. 

 

12.01.2017

Kurz nach meinem Anschreiben erfolgte die Krebsbehandlung von Haya in Deutschland. Mich erreichte kurz vor Weihnachten
die traurige Nachricht, das die kleine Haya leider verstorben ist. Wir trauern mit der Familie. Für viele weitere Patienten sind wir weiterhin engagiert tätig.

29.12.2016

Leichen an verschiedenen Stränden von Tripolis entdeckt...schreiben Medien aus Europa am 28.12.
Sie schreiben es sind 11.

Was sie nicht schreiben ist, das die Küste von Libyen etwa 2000 km lang ist, viele Stellen so abgelegen sind das sie kaum zu erreichen sind, alles was nicht sofort gefunden wird, ist in kurzer Zeit vollkommen vom Sand verdeckt.

Die Wahrheit ist, täglich werden Leichen an den Küsten entdeckt. Diese Tatsachen erreichen europäische Medien nicht, oft sind es Anwohner die die ertrunkenen begraben.

Ich bekam über die Feiertage eine Nachricht von  Kollegen einer Organisation die mich um Rat oder Hilfe baten. Es erreichte sie eine Mail einer Migrantin die dieser Org. aus einem ihrer Projekte bekannt war. Sie suchte Hilfe für die Überfahrt nach Italien, ihre Zeilen drückten Sorge und große Angst aus, sie schreibt aus Libyen. 

Da Landprojekte in Libyen von ausländischen Organisationen und Regierungen NICHT unterstützt werden, gibt es keine Möglichkeit etwas für diese Frauen zu tun, zwar hätte man sie privat unterbringen können, aber was sagt man dann zu der Bekannten dieser Frau, der jungen Mutter mit ihrem Baby, der unbegleiteten 16 jährigen (bereits schwer traumatisiert), der schwangeren Frau deren Ehemann auf der Reise verstorben ist...oder der kranken Frau die dringend eine medizinische Behandlung braucht. Es sind zig tausende Frauen und Kinder in größter Not. Unser Projekt ist zu 95 % fertig. Mindestens 100 Personen wären sofort sicher untergebracht und medizinisch versorgt. Innerhalb kürzester Zeit könnte es erweitert werden. 

Man muss sich nicht wundern das so viele Menschen in Boote steigen und bereit sind eher auf dem Meer zu sterben, als noch länger schutzlos Gewalt und Misshandlung oder Missbrauch ausgesetzt zu sein. Sie wissen die einzige Chance vielleicht Hilfe zu bekommen ist auf dem Meer...an Land hilft ihnen keiner...und aus Europa schicken sie Schiffe, die wie riesige Magnete auf dem Meer schwimmen und die Menschen anziehen....Millionenprojekte...die viel mehr Leben kosten als sie je retten könnten....
 

16.12.2016

20:45

"The leader of the Operation Dignity in the east that is backed by the Tobruk-based House of Representatives, Khalifa Haftar, has called on his followers from all kinds of military ranks and fighters to prepare for the attack on Tripoli.

“I hereby urge all of the military officials and fighters to prepare for the Liberation of Tripoli.” He was cited as saying.

The spokesman of the Operation Dignity, Ahmed Al-Mesmari, said on his Facebook page Wednesday that Haftar demands all military ranks and officials in the western region to be ready for the “liberation of the capital.” "

18:00

Angespannte Situation in Tripolis, mehrere Stimmen behaupten das Truppen von General Hafter bereit sind zum Angriff auf Tripolis, Truppenbewegungen wurden nähe Zentrum gemeldet...alle Milizen sind vorbereitet. Unsere Mitarbeiter haben sich inzwischen alle an sicheren Orten eingefunden. Es gibt auch Meldungen von LNA Truppenbewegungen die beginnen sich um die Hauptstadt herum zu formieren , nichts ist bisher bestätigt, allerdings wurde dieses ja bereits mehrfach von Hafter angekündigt...abwarten und hoffen das die Strom und Telefonleitungen einigermaßen stabil bleiben

das war heute Nachmittag
https://twitter.com/intlsec/status/809730101596344321

15:00

Die Probleme mit der Stromversorgung in Tripolis haben in den letzten Tagen zugenommen. Wer keinen Generator hat (wie die meisten ) bleibt im Winter öfter ohne Heizung. 

In Tripolis bereitet man sich auf die Ankunft von Kriegswaisenkindern aus Aleppo/Syrien vor.  

Eines von ganz vielen Videos dazu 

 

09.12.2016

In Tripolis rechnen in diesen Tagen viele Menschen damit, das Krieg in der  Hauptstadt unmittelbar bevorsteht...viele bereiten sich darauf vor...wir auch...
sämtliche Milizen rufen ihre Leute zusammen
Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt,
Unruhe und Unsicherheit bei der Bevölkerung wächst...
Wir bereiten unsere medizinischen Hilfsmittel für Verletzte vor. Bei den Vorfällen vor einigen Tagen war der rote Halbmond nicht in der Lage die Verletzten zu erreichen.
Neben dem Einsatz von Panzern rechnet man mit Angriffen aus der Luft
Auf der Homepage könnte es daher in der nächsten Zeit etwas ruhiger werden.

01.12.2016

Bericht des UN Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) Nov.2016

es geht um die schlechte humanitäre Lage in Libyen

http://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/2017_libya_humanitarian_needs_overview_november_2016.pdf

"In dem Bericht heißt es, dass die Menschen in Libyen wegen der Konflikte weiterhin unter einer schlechten Sicherheitslage, politischer Instabilität und dem Zusammenbruch der Wirtschaft leiden. Geschätzte 1,3 Millionen Menschen brauchen Unterstützung, vor allem die innerhalb Libyens von ihren Wohnorten Vertriebenen sowie die Flüchtlinge und Migranten, aber auch die Rückkehrer und diejenigen, die sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten aufhalten.

Am dringendsten benötigt werden: Arzneimittel, eine medizinische Versorgung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen, Schutzmaßnahmen für die schwächsten Gruppen, eine Grundversorgung mit Wasser und Lebensmitteln, Zugang zu sanitären Einrichtungen und eine Verbesserung der Sicherheitslage. Das gefährliche Fehlen der Grundversorgung zwingt die Menschen zur Flucht.

Daneben haben hunderttausende Menschen, die in den großen Städten leben, ein hohes Sterbe- oder Verletzungsrisiko durch explosive Kriegshinterlassenschaften. Gerade die Schwächsten haben wenig oder gar keine finanzielle Mittel, um sich selbst zu helfen.

Die Möglichkeiten, seine Grundbedürfnisse zum Beispiel mit Nahrungsmitteln zu decken, sind signifikant durch Kämpfe, Wirtschaftsverwerfungen, Inflation und das Fehlen von Bargeld erschwert. Auch die kommunalen Dienste und Einrichtungen funktionieren nicht mehr, so dass der Zugang zu Wasser, Strom und Treibstoff versperrt ist. Diese Mängel herrschen in ganz Libyen, das Ausmaß hängt aber davon ab, wie sehr die Infrastruktur zerstört, wie stark die Sicherheit eingeschränkt, wie groß die Ressourcen und das Durchhaltevermögen der Bevölkerung sind. In Städten wie Bengasi oder Tripolis sind von der dramatisch eingeschränkten Grundversorgung weite Bevölkerungskreise betroffen, aber auch an Orten wie Sirte oder im Süden des Landes gibt die Situation Anlass zu äußerster Besorgnis."

 

19:11

8 Tote   -  nach wie vor schwere Kämpfe

18:20

Heckenschützen


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